Musik von Trauer und Trost

 

Einführung in das deutsche Requiem von Johannes Brahms

 

Das deutsche Requiem nach Worten der Heiligen Schrift ist eine Trauermusik, die den Trost an die Lebenden in den Mittelpunkt rückt. Brahms hat die Bibelstellen zu den sieben Sätzen selbst ausgewählt. Die Musik kennt die innige Hoffnung auf ein Wiedersehen nach dem Tod ebenso wie die Posaune des Jüngsten Gerichts und die Hoffnung auf die „lieblichen Wohnungen“ in der Ewigkeit. „Mich hat dieses Werk ergriffen wie noch nie eine Kirchenmusik“ meint Clara Schumann.

Das Werk ist für Brahms eine Art persönlich-musikalischer Trauerarbeit. So schreibt er: „Ich habe nun meine Trauer niedergelegt, und sie ist mir genommen; ich habe meine Trauermusik vollendet als Seligpreisung der Leidtragenden." 

Der Vortrag beleuchtet das Werk unter biographischen, musikalischen und theologischen Gesichtspunkten. 

 

Termin: 26.10.2018, 19:00 Uhr im Gemeindezentrum St. Bonifatius

 

Referent:

Prof. Meinrad Walter, Theologe, Musikwissenschaftler, stellv. Leiter des Instituts für Kirchenmusik der Erzdiözese Freiburg

 

zur Person: Studium der Theologie und Musikwissenschaft in Freiburg und München. Anschließend Tätigkeiten in der Wissenschaft (Universität Freiburg), Journalismus (Südwestrundfunk) und im Verlagswesen (Benziger Verlag, Zürich). Stellvertretender Leiter des Instituts für Kirchenmusik der Erzdiözese Freiburg.Seit 2002 Referent im Amt für Kirchenmusik der Erzdiözese Freiburg. Lehrauftrag für Theologie/Liturgik an der Musikhochschule Freiburg.